Wer nur eine Lösung kennt, hat das Problem nicht erkannt.

Kommunikation ist Beziehungsgestaltung

 
Wenn es kriselt, versagt uns häufig die Sprache. Wir finden nicht mehr die „richtigen Worte“ oder wir befürchten mit weiteren Handlungen und verbalen Botschaften noch größeren Schaden anzurichten. Nach jahrelangen zermürbenden Versuchen der Beziehungsreparatur landen Menschen dann oftmals in Hilflosigkeits- und Ohnmachtsgefühlen. Etwa so: Ich habe alles versucht. Egal was ich tuhe oder nicht tuhe, es ist immer falsch.

Jetzt bin ich am Ende. Ich tuhe nichts mehr, ich sage nichts mehr. Denn wenn ich jetzt „das Falsche“ sage, wird mein Partner noch wütender, oder meine Tochter entfernt sich noch weiter von mir. Diese Haltung kann zu fatalen Missverständnissen führen. Das Gegenüber deutet dieses Schweigen als Ignoranz oder Gleichgültigkeit. Das wiederum bestärkt gegenseitige bereits vorhandene Ängste und Befürchtungen bzgl. der Beziehung. Jeder erwartet dass der Andere  doch die Wünsche und Bedürfnisse erkennen bzw. bedienen müsse. Ein Teufelskreis aus Ohnmacht und Hilflosigkeit und gegenseitiger Erwartungshaltung an den Anderen. Die Kernfrage lautet: Wie finde ich die richtigen Worte um auszudrücken, was ich will, ohne mein Gegenüber zu verletzen?  Die Antwort:Jede Beziehung ist nur so gut wie ihre Kommunikation.

Eine Beziehungskrise ist:
- ein Übergangssignal in einen weiteren Lebensraum
- die Zuspitzung von gegenseitigen Bedürfnissen mindestens zweier Menschen
- die beste Zeit für einen Kurswechsel

Über gewaltfreie Kommunikation


 
Wer fühlt, der lebt!



Gefühle sind weder Luxus noch Zeitverschwendung. Gefühle sind die angeborenen Ampeln (Signale) unserer Bedürfnisse.

rot     =   Stopp!        =  unerfüllte Bedürfnisse        Ein  oder mehrere Bedürfnisse sind gerade nicht erfüllt.
                                                                                                                                                                                 
grün  =   Weiter so!   =  erfüllte Bedürfnisse           Jetzt gerade bin ich angenehm berührt, merken- mehr davon.

gelb  =   Achtung!     =  innehalten-nachspüren      Veränderung. Aufmerksam, achtsam sein.

Wer die Signale seiner Gefühle nicht erkennen und benennen kann, oder sie übersieht, läuft Gefahr sich selbst oder auch sein Gegenüber aus dem Auge zu verlieren.
Inneres Fühlen gibt uns Orientierung für uns selbst. Unsere Gefühle in Worten ausdrücken zu können, ist im besten Sinne Beziehung fördernd.

Dabei hilft uns die Gewaltfreie Kommunikation.
Gewaltfreie Kommunikation(GFK) ist eine Art des Umgangs miteinander, die den Kommunikationsfluss erleichtert, der im Austausch von Informationen und im friedlichen Lösen von Konflikten notwendig ist.

Der Fokus liegt dabei auf Werten und Bedürfnissen, die alle Menschen gemeinsam haben. Wir werden zu einem Sprachgebrauch angeregt, der Wohlwollen verstärkt. Ein Sprachgebrauch, der zu Ablehnung und Abwertung führt, wird vermieden. Gewaltfreie Kommunikation geht davon aus, dass der befriedigendste Grund darin liegt, das Leben zu bereichern, und nicht aus Angst, Schuld oder Scham etwas zu tun. Besondere Bedeutung kommen der Übernahme von Verantwortung für getroffenen Entscheidungen zu, sowie der Verbesserung der Beziehungsqualität.                                                                                                                                                                                                          

Durch die gewaltfreie Kommunikation lernen wir zu verstehen, dass …
- alles, was ein Mensch jemals tut, ein Versuch ist, Bedürfnisse zu erfüllen;
- es für alle Beteiligten förderlich ist, Bedürfnisse durch Kooperation statt durch Konkurrenz  zu  erfüllen;
- es allen Menschen grundsätzlich Freude bereitet, zum Wohlergehen anderer beizutragen, wenn sie das freiwillig tun können.
M. B. Rosenberg

Projekt Giraffentraum® für KiTas, Kindergärten und Grundschulen

„Mama, wir haben eine Baby-Giraffe in unserer Gruppe!“

Mit diesen Worten begrüßt Lisa ihre Mama, als diese ihre Tochter am Montagmittag abholen will. „Sie ist allein, aber wir kümmern uns alle um sie.“ Die Erzieherinnen haben begonnen, das Projekt Giraffentraum® umzusetzen. Die Kinder lernen die nächsten 10 Tage zusammen mit der Baby-Giraffe die so genannte „Giraffensprache“ kennen.

Dabei geht es darum, sich aufrichtig auszudrücken, indem sie genau beschreiben, was sie gesehen haben, über ihre Gefühle und Bedürfnisse reden und schließlich konkrete Bitten äußern. In den folgenden Wochen vertieft das pädagogische Personal die Thematik im Hinblick auf Empathie und Perspektivenübernahme, Streitschlichtung und gelebte Demokratie im Kindergarten.   Giraffentraum® ist ein Projekt, das auf der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg beruht. Ziel ist, wesentliche Basiskompetenzen und Förderschwerpunkte der Orientierungs-, Bildungs- und Erziehungspläne der Länder zu vermitteln: Das Selbst-Bewusstsein der Kinder zu stärken, vor allem für Stress- und Krisensituationen, die Fähigkeit zur Kommunikation und des sozialen Umgangs zu fördern und Möglichkeiten zur Konfliktfähigkeit zu vermitteln. Daneben zielt es darauf ab, Sprachkompetenzen und Einfühlungsvermögen zu fördern.

Das Projekt verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz: Das pädagogische Fachpersonal wird trainiert, um mit den Grundzügen der Gewaltfreien Kommunikation vertraut zu werden. Danach erfolgte die Umsetzung mit den Kindern, anhand eines vorgegebenen Leitfadens, den die Erzieherinnen und Pädagogen eigenständig durchführen. Parallel werden Elternkurse angeboten, um diese mit an Bord zu holen. Während die Gewaltfreie Kommunikation in den Kindergärten  und Schulen etabliert wird, begleiten Trainer das Team. Die Gewaltfreie Kommunikation hält Einzug in die Ausbildung für Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen und Sozialpädagogen, Lehramtsstudenten, …

Viele, viele  Grundschulen und Kinderhorte haben bereits den Giraffentraum® in angepasster Form umgesetzt.  „Der Giraffentraum ist für mich das Schönste und Beste, was mir in meiner Giraffenwelt begegnet ist.“  Bärbel Jung  Giraffentraum® -Multiplikatorin

Praxis Bärbel Jung

Friedrich-Ebert-Straße 48 
34117 Kassel

Telefon: 0561 570 598 30
E-Mail: praxis(at)baerbeljung.de

Über mich

Mein Name ist Bärbel Jung, ich lebe und arbeite in Kassel.



Ich bin Mutter von 5 Kindern und arbeite in meiner freien Praxis als systemische Beraterin, systemischer Elterncoach, familylab-Seminarleiterin, Mediatorin, GFK-Kommunikationstrainerin, Angst-, Stress-Coach.
Ich bin Vorsitzende des BTK e.V. BorderlineTrialog Kassel e.V  und MG der DGPE Deutsche Gesellschaft für Psychoedukation/München